Einem neuen Gleichtgewicht entgegen?

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Der Fischotter findet im Wallis nicht mehr genügend fischreiche und breite Flüsse.

Jede Etappe dieser Geschichte entspricht einem Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Wildtiere und dem Zustand ihrer Umwelt: zum Sumpfgebiet gehören Enten, zum Wald Rehe, zur Wiese Schmetterlinge; Asphalt und Rasen hingegen haben mit Leere zu tun. Wir sind inskünftig fähig, Arten auszurotten, Ökosysteme zu vernichten oder — noch tückischer - den gesamten Ertrag der landwirtschaftlichen Böden und der Wälder zu unserem eigenen Nutzen zu missbrauchen; aber wir haben auch die Chance, der Natur aus freien Stücken wieder einen Platz einzuräumen.

Es ist möglich, eine vielfältige, ja sogar wie früher reichhaltige Umwelt zu erhalten, unter der Bedingung, die Lebensräume seltener und spezialisierter Arten zu schonen. Es genügt, einige Flächen der seltensten Biotope, Trocken- und Feuchtgebiete etwa, auszusparen. Mehr als drei Viertel des biologischen Reichtums leben auf weniger als einem Zehntel der Kantonsfläche. Daneben hätten wir noch immer die Biotope mit den üppigen Arten, die eine Bestandesreduktion aushalten können, ohne Gefahr zu laufen auszusterben.

Um lebensfähige Populationen der vorhandenen Arten zu erhalten, müssen wir Künstliches eindämmen, auf willkürliche Vorschriften über sterile Sauberkeit, auf Einheitlichkeit von Anlagen und exotische Pflanzungen in Gebieten, die wir als einzige zu nutzen wünschen, verzichten. Auf jeden Schweizer entfallen im Mittel 30 bis 50 m2 Wohnraum und mehr als 100 m2 Verkehrswege, ohne die Böschungen der Strassen und Eisenbahnlinien dazurechnen. Wenn wir die Ausbreitung von Beton und Asphalt nicht aufhalten können, sollten wir doch dafür sorgen, dass sich die natürlichen Tierarten in öffentlichen Parks, Privatgärten und Grünanlagen von Industriezonen installieren können.

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