Leo Luzian von Roten

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Inhaltsverzeichnis

Geburts- und Todesjahr

1824-1898

Biografie

Leo Luzian von Roten wurde am 6. Januar 1824 als Sohn des Hildebrand - Zendenpräsident, Landratsabgeordneter und Hauptmann - und der Anna geborene de Courten in Raron geboren. Nach der Schule in Raron ging von Roten 1838 ins Kollegium Spiritus Sanctus, das er 1846 mit der Matura erfolgreich abschloss.

Anders als einige seiner Zeitgenossen begann von Roten kein Theologiestudium, sondern studierte Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Sein Notariatsexamen absolvierte er 1850 in Sitten. Im Anschluss an seine Studien arbeitet er zunächst als Rechtskonsulent, von 1860 bis 1876 war er Adjunkt des Staatsschreibers. Ab 1864 unterrichtete er zudem deutsche Literatur am Kollegium in Sitten.

Neben seiner beruflichen verfolgte von Roten auch ein politische Karriere, der der Sieg der Konservativen im Sonderbundskrieg den Boden bereitete: Auf kommunaler Ebene war er Gemeindepräsident von Raron (1850-1852), in der Kantonsregierung war er von 1850-1876 und von 1897-98 als Grossrat vertreten; zwischen den zwei Perioden als Walliser Grossrat war er als Staatsrat Vorsitzender des Militär- und Polizeidepartements sowie des Erziehungsdepartements. Von Roten hatte aber auch auf eidgenössischer Ebene politische Erfolge zu feiern: Von 1857 bis 1859 vertrat er das Wallis als Ständerat in Bern.

Von Roten war zudem Redaktor des Walliser Wochenblatt (ab 1856) und dem daraus folgenden Walliser Bote (ab 1869).

Leo Luzian von Roten ist am 5. August 1898 in Eischoll verstorben.

In Zusammenarbeit mit

Bibliografie

  • Der Morgen im Kyffhaeuser : dramatische Dichtung, Leipzig : Verlag B. Franke, 1898.
  • Der Polen Opfertod : Drama in drei Aufzügen, Einsiedeln : Eberle & Rickenbach, 1896.
  • Die letzten Ritter auf Gubing : vaterlaendische Dichtung, Frankfurt a. M. : Verlag A. Foesser Nachfolger, 1894.
  • Wiederklänge aus dem Rhone-Thal : Gedichte, Augsburg : Schlosser, 1862.


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Weiteres

Walliserhymne nach einem Gedicht von Leo Luzian von Roten:


Nennt mir das Land, so wunderschön,

das Land wo ich geboren bin,

wo himmelhoch die Berge stehn

und Mannskraft wohnt bei schlichtem Sinn.

Refrain

Das ist das Land am Rhonestrand,

ist Wallis, unser Heimatland.

Das ist das Land am Rhonestrand,

ist Wallis, ist Wallis, unser Heimatland.

[...]

Quellen

  • Alois Grichting, Leo Luzian von Roten (18224-1898) : Staatsmann, Patriot und Dichter, in: Walliser Jahrbuch, 1998, S.17-22.
  • Zum Gedenken an Leo Luzian von Roten : 100. Todestag des Dichters der Landeshymne, in: Walliser Bote vom 3. August 1998, Nr.176, S.11.
  • Adolf Fux, Oberwalliser Literatur im letzten Jahrhundert, in: Blätter aus der Walliser Geschichte, Brig, Bd. 14, Jg. 1(1965/66), S. 195-216.
  • Biner Vallesia 1982, p. 363BSP II, p. 1116
  • BGSZ: 465,733;
  • Walliser Bote 1.1.1907 et 1.1. 1922
  • Leo Luzian von Roten im Historischen Lexikon der Schweiz


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