Otto Zumoberhaus

Aus Wikiwallis
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Geburts- und Todesjahr

1929-

Biografie

Otto Zumoberhaus wurde 1929 in Raron (Turtig) geboren und wuchs dort auf. Während seiner Sekundarschulzeit in Visp entdeckte er – beeinflusst von seinem damaligen Deutschlehrer Max Raiber – die Liebe zur Sprache; zusammen mit seinem Vater teilte er die grosse Begeisterung für das Theater.[1]

1950 verliess Zumoberhaus das Wallis, um in der Hotellerie als Nachtportier und Concierge zu arbeiten. Sein Weg führte in zunächst nach Lausanne, dann weiter nach Spiez, Engelberg, Locarno, Sitten, Bern, Zürich und Klosters, bis er schliesslich nach zehn Jahren Wanderschaft in Basel ankam, wo er während 20 Jahren Hotelgästen Dienste erwies.[2] Später fand er eine Anstellung im Bankenwesen.

Zumoberhaus lebt heute in Basel.

Das Schreiben begleitete ihn bereits vor seiner Pensionierung. Er veröffentlichte mehrere Bücher und publizierte Artikel und Aufsätze im Walliser Jahrbuch sowie literarische Beiträge zu den Eigenheiten des Walliser Dialekts im Walliser Bote.

In Zusammenarbeit mit

Bibliografie

Eine Auswahl seiner Werke:

  • Am Schattenberg : ein Roman; mit einem Glossar des Autoren, Zürich : Rotpunktverlag, 2010.
  • Tagebücher eines Versager : Erlebtes und Erdachtes, Basel : O. Zumoberhaus, 2004.
  • Herrgott, Tod und Tyfil : aus dem Leben eines Theaternarren, Brig : Rotten Verlag, 1993.


Entdecken Sie die in der Mediathek Wallis verfügbaren Werke von Otto Zumoberhaus

Entdecken Sie die in der Mediathek Wallis verfügbaren Werke über Otto Zumoberhaus

Hervorzuheben

"Jeder Oberwalliser Leser wird feststellen, dass der Autor in diesem seinem ersten Roman durch kluge Wahl der Namen, durch seine genaue geografische und gesellschaftliche Kenntnis der Region autobiografische Motive mit einer gut ausgedachten Fabel verknüpft. Am Schattenberg ist ein Stück echtes, heute teils vergangenes, im menschlichen Bereich aber noch immer gültiges, kerniges Wallis." (Alois Grichting, Walliser Bote)


"Der Autor vermittelt ein reiches Wissen über alte Bräuche, so dass hier auch ein volkskundlich relevantes Zeugnis vorliegt. Mit unverkennbarer Freude am Stoff treibt er seine Walliser Familiensaga voran. Der klangvolle Dialekt, der bisweilen in die Dialoge einfliesst, gibt diesem erstaunlichen Débutroman sein unverwechselbares Kolorit." (Beatrice Eichmann-Leutenegger, NZZ)


"Ein bewegender Roman aus der Feder eines Experten. Hätte García Márquez Deutsch lesen können, so würde er ausrufen: Das sind die Hundert Jahre Einsamkeit der Schweizer Berge. Es ist ein Roman voller Leidenschaft, explosiver Stille und außergewöhnlicher Menschen. Ein Familienepos und eine Sittengeschichte des Walliser Romanciers. Spannend wie ein Kriminalroman und sprachlich meisterlich gestaltet wie eine Novelle." (Rafik Schami, Herforder Zeitung)


"Was den detailreichen, gelegentlich beinahe volkskundlich informativen Roman besonders und kostbar macht, ist sein unverwechselbarer, schöner Ton. Die Erzählruhe und die einfühlsame Genauigkeit der Darstellung. Man lässt sich von dieser Stimme gerne durch die Zeiten führen." (Verena Stössinger, Mittelland Zeitung)

Quellen

  1. Otto Zumoberhaus, Herrgott, Tod und Tyfil: aus dem Leben eines Theaternarren, Brig : Rotten Verlag, 1993, 91 S.
  2. Otto Zumoberhaus, Damals, Auf den Spuren meiner Vergangenheit, in: Walliser Jahrbuch, Jg.77, Visp, 2008, S.37-42.
  • "Alles ist erfunden - aber trotzdem ist alles irgendwann irgendwo geschehen" : der 81-jährige Otto Zumoberhaus und sein erfolgreicher Erstlingsroman "Am Schattenberg", in: Walliser Bote vom 21. Juni 2010, Nr.140, S.7.


In anderen Sprachen